Donnerstag, 22. August 2019

22.08.2019

Die Nacht scheint kalt gewesen zu sein. Unser Zelt ist überall von Raureif bedeckt...
Wir wärmen uns an den ersten Sonnenstrahlen etwas auf und machen uns dann auf den Weg. Gemäss Reiseführer ist das ein sehr anstrengendes Teilstück des Kungsleden. Wir finden es eher traumhaft schön, da man vom Bergkamm auf zwei Täler mit Seen und Flussläufen blicken kann.
Kurzzeitig setzt Regen ein was den Abstieg ins Tal rutschig gestaltet.
Kurz vor einer Fjällstation, nach 22km und 500 Höhenmetern stellen wir kurz vor dem nächsten Regenschauer unser Zelt auf. Am Abend wird es noch einmal schön und wir geniessen die Wärme unseres Lagerfeuers.

Mittwoch, 21. August 2019

21.08.2019

Da wir das Boot in Sitojaure um 9Uhr erwischen wollen, müssen wir Gas geben beim Wandern. Das kommt uns aber gelegen  da das Wetter zwar schön aber auch recht kalt ist.
Das Boot bringt uns in einer halbstündigen Überfahrt nach Svijnne wo wir erst durch einen schönen Wald, dann durch karges Hochland laufen. Auf beiden Seiten der Bergkuppe haben wir wunderbare Aussicht auf die Seenlandschaft. Da das Wetter so gut mitmacht, entschliessen wir uns heute ein wenig weiter zu laufen. In Aktse müssen wir aber noch einmal ein Boot nehmen auf das wir einige Stunden in der Sonne warten.
Haben uns schon gefreut dass wir heute trocken durch den Tag kommen. Das Wasser ist aber so unruhig, dass wir beinahe frisch geduscht auf der anderen Seite ankommen. Also entschliesen wir uns nach 25km und 500 Höhenmetern bereits unser Nachtlager aufzuschlagen.


Dienstag, 20. August 2019

20.08.2019

Heute scheint uns der Wettergott hold zu sein. Können das Zelt im Trockenen abbrechen und kommen ohne einen Tropfen Regen zur Bushaltestelle.
Hier müssen ca. 30km mit dem öffentlichen Bus gemeistert werden. Sind positiv überrascht, als es plötzlich an einem Zeltplatz heisst: Mittagshalt! Es gibt Salat und Geschnetzeltes :-)
In Kebnats müssen wir dann noch ein Schiff nehmen um an das andere Ufer des Sees zu gelangen. Die Fjellstation sieht zwar schön aus, uns zieht es aber weiter in die Berge.
Nach 19km und 400 Höhenmeter finden wir wieder ein schönes Plätzchen am Bach wo wir die Nacht verbringen und dank der Sonne auch Wäsche waschen können.

Montag, 19. August 2019

19.08.2019

Es hat sich gelohnt früh aufzustehen. Der angesagte Dauerregen hat noch nicht eingesetzt und so kämpfen wir an diesem Morgen nur gegen hunderte Mücken.
Fast 1/3 unseres Weges schaffen wir im Trockenen, dann fängt es aber richtig an zu Regnen. Aus diesem Grund nehmen wir für die Seeüberquerung auch das kostenpflichtige Motorboot und nicht das Ruderboot.
Nach 18km und 700 Höhenmetern sind wir von aussen und innen nass und schlagen in mitten von Rentierherden unser rettendes Zelt auf. Es hört bis am Abend nicht mehr auf zu Regnen. Wir machen es uns aber mit warmer Schokolade inklusive Whisky so gemütlich wie möglich.

Sonntag, 18. August 2019

18.08.2019

Haben am Morgen Glück und können unser Zelt im Trockenen abbauen. Ansonsten ist es ein Wechsel aus Regen und Sonnenschein. Nutzen die wenigen trockenen und sonnigen Stunden am Wegrand und schauen den Wolken zu.
Kurz vor dem nächsten Nationalpark, nach 16km und 150 Höhenmeter schlagen wir bereits am Mittag unser Zelt wieder auf. Erwischen sogar eine etwas längere Regenpause und nutzen diese um ein Feuer zu machen.

Samstag, 17. August 2019

17.08.2019

Stehen für unsere Verhältnisse spät auf und essen zum Frühstück ein Baguette mit Erdbeermarmelade. Auch beim Packen lassen wir uns Zeit und nutzen die Sonnenstrahlen um alles wieder einmal trocken zu lassen.
Auf dem Weg waschen wir Wäsche und lassen diese an den Rucksäcken gebunden trocknen. Nach 15km und 400 Höhenmetern schlagen wir in einer malerischen Gegend früh unser Zelt auf. Spüren die anstrengende Tour von gestern noch in den Beinen und sind sowieso unserem Zeitplan etwas voraus.

Freitag, 16. August 2019

16.08.2019

Dieses mal starten wir in das richtige Tal! Der Weg ist deutlich besser und wir kommen gut voran. Das Wetter ist stark wechselhaft und wir erhalten nur zum Teil Ausblick auf die Berge. Auf halbem Weg treffen wir zwei Holländer die auch die nicht markierte Route auf den Kebnekaise gewählt haben. Zusammen suchen wir den Weg im aufkommenden Nebel.
Dann finden wir endlich den offiziellen Hauptweg und können zügig laufen.  Überholen mit unserem kompletten Gepäck locker stark schnaufende Wanderer die mit kleinem Rucksack unterwegs sind :-)
Den höchsten Berg schwedens geniessen wir wegen dem schlechten Wetter mur kurz und machen uns bald auf den langen Abstieg zur Fjällstation Kebnekaise. Hier gibt es nach 16km und 1450 Höhenmeter Bier, warme Duschen und ein Restaurant!